UDOpia hinterm Horizont - Udo-Lindenberg-Ausstellung in Hamburg.

Wohl kaum ein Künstler hat in diesem Jahr ein derartiges Comeback hingelegt wie Panikrocker Udo Lindenberg. Anfang des Jahres startete sein Musical “Hinterm Horizont” in Berlin, im Juni spielte er ein MTV-Unplugged-Konzert in Hamburger Atlantic Hotel, das lange seine Heimat war.
Daneben erfährt man auch, dass er in einer früheren Version der Tatort-Melodie Schlagzeug gespielt hat. An vielen Hörstationen kann man Songs von Udo Lindenberg anhören, auf einem zweiten Kopfhörer werden dazu passende Ausschnitte aus einen Interview mit Udo Lindenberg abgespielt, das im März 2011 eigens für die Ausstellung aufgenommen wurde.


Große Beachtung findet auch sein Auftritt im Ost-Berliner Palast der Republik, der vom DDR-Regime und der Stasi sehr kritisch beäugt wurde. In einem ausgestellten Protokoll des Ministeriums für Staatssicherheit (rechts) heißt es abschießend: “Neue Anhänger / Verehrer hat er sicherlich nicht gewonnen (so wie er sich auf der Bühne zur Schau gestellt hat. Die ihn nach wie vor ‘verehren’ sind vorwiegend auch solche Bürger, mit denen wir Probleme haben in Fragen der Disziplin.”
- Radio- und TV-Beiträge sowie ein Dossier zur Ausstellung vom NDR
- Videobericht von Hamburg 1
- Bericht der Hamburger Morgenpost
- Bericht bei Bild.de
Und wer bis zum 15. Januar 2012 kommt, dem empfehle ich auch noch den Besuch der Sonderausstellung “Stylectrical – Von Elektrodesign, das Geschichte schreibt” im zweiten Stock des Museums. An vielen Ausstellungsobjekten finden sich QR-Codes, die man mit dem Smartphone einscannen kann und dann weitere Informationen zur Ausstellung bekommt. Auch wenn Apple-Produkte dort dominieren, so ist es dennoch keine reine Apple-Ausstellung. Eine Bildergalerie im Flur etwa zeigt zwölf Bilder des Künstlers Michael Tompert, der iPods, iPads oder Macbooks auf unterschiedlichste Weise zerstört hat.