Schwarz-rot-gold-flüssig: Der Deutschland-Cocktail zum Selbermixen

Deutschland-Cocktail
In fünf Wochen beginnt die Fußball WM in Südafrika. Dann interessieren sich auch diejenigen wieder für Fußball, die dem runden Leder sonst nichts abgewinnen können und vom Sport selber kaum Ahnung haben. Und da schließe ich mich selber mit ein. Aber beim Public Viewing oder einer WM-Party ist der Fußball ja nur ein Teil des Programms.

Normalerweise wird zum Fußball Bier getrunken. Cocktails sind da eher selten. Zur Fußball-WM 2006 in Deutschland hatte der Gründerwettbewerb von UnternehmerTUM der TU München nach Innovationen im Fußball gesucht. Eine dieser Innovationen war der Deutschland-Cocktail, ein Schicht-Cocktail in den Farben Schwarz-Rot-Gold. Der Effekt der drei Farben entsteht durch die unterschiedliche Dichte der drei Cocktailzutaten, die in umgekehrter Reihenfolge durch einen Trichter in das Glas gegossen werden.

Mit Manuel Götzendörfer, einem der Erfinder, habe ich damals folgenden Radiobeitrag gemacht, in dem er die Idee und die Zubereitung erklärt:

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Auch Spiegel Online hat damals berichtet. Bei foerderland.de gab Manuel Götzendörfer 2007 ein rückblickendes Video-Interview und 2008 ein weiteres Interview über die geplante weitere Vermarktung des Deutschland-Cocktails.

Zur WM 2006 wurde der Deutschland-Cocktail in Lizenz produziert und bei Fan-Festen, WM-Partys und in der Gastronomie verkauft. Daneben gab es alternative Rezepte und Zubereitungsmethoden: Manche einfach, andere komplizierter.

Rechtzeitig zur EM 2008 kam noch ein Tricolino-Cocktail in den Farben Italiens auf den Markt, doch es wurde eher ruhig um die “National Cocktails”. Im Gastro-Fachhandel und im National-Cocktail-Webshop gab (und gibt) es zwar Sets mit Flaschen, Trichtern und Gläsern, die waren bislang aber recht teuer.

Bislang: Denn kürzlich entdeckte ich im real-Markt ein Deutschland-Cocktail-Set.

Deutschland-Cocktail im real-Markt

Das Set für rund 20 Euro enthält drei Flaschen, eine mit schwarzem Wodka und je eine rotem bzw. gelben Fruchtnektar (beides alkoholfrei), dazu drei Trichter, drei Flaschenaufsätze und 11 Kunststoff-Gläser. In jeden Cocktail kommt von jeder Farbe 1 cl, bei 0,5 Litern pro Flasche soll das Set für rund 50 Mini-Cocktails reichen. Selbst wenn man etwas großzügiger einschenkt und nur 40 Deutschland-Cocktails dabei herauskommen, käme man auf etwa 50 Cent pro Cocktail – ein Preis, gegen den man nichts sagen kann.

Von der Zubereitung habe ich folgendes Video gemacht.

Bei einer Familienfeier – völlig ohne Fußball-Hintergrund – habe ich den Deutschland-Cocktail neulich erstmals aufgetischt. Die Reaktionen waren allesamt positiv und überrascht. Stellt man sich erst eine WM-Party vor, dann kann man mit einem Deutschland-Cocktail ganz sicher punkten.

Ein letzter Hinweis noch: Wer nur vorsichtig an dem Cocktail nippt, schmeckt als erstes nur den Wodka – nicht jedermanns Sache. Trinkt man den Mini-Cocktail jedoch mit einem SChluck aus, vermischen sich die Zutaten im Mund und hinterlassigen einen fruchtigen Geschmack. Prost!

 


2 Kommentare


  1. Lieber Björn,

    die Flaschen (insbesondere die mit dem schwarzen Inhalt) sind aber schon ganz schön leer! ;o)

    LG,
    Sandy


  2. Mensch Björn,

    du hättest auch ruhig mal sagen können, dass du auch noch ne GROSSE Küche hast (die im Video) ;-) Wäre beim Kochen teilweise praktischer gewesen … ;-)

    Cocktail klingt lecker, vielleicht was für die nächsten Cocktail-Sause in Lübeck oder NMS?
    LG aus Dortmund!

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