Radio vor Publikum mit musikalischen Helden

Mit fast einer Woche Verspätung nun noch ein kleiner Nachbericht zur 911 (sprich: Nine-Eleven) Sause am 02. Juli in München. Mancher mag bei 911 an die amerikanische Notrufnummer oder die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 denken. Aber nein, mit 911 ist in diesem Fall eine abendliche Call-In-Radio-Talkshow gemeint, die von Montag bis Donnerstag von 21 (9) bis 23 (11) Uhr bundesweit bei Radio Energy läuft.

Nach einem ersten Versuch in Berlin, luden die drei 911-Moderatoren Daniel Melcer, Philipp Kleininger und „Freakman“ Johannes Sassenroth am 02. Juli 2007 zur zweiten 911-Sause in den Müncher Q-Club, um ihre Radioshow vor Publikum zu senden. Wobei sie gleich zu Anfang ankündigten, dass es ein ungeschriebesn Gesetz sei, dass die zweite Show immer grottenschlecht wird und man nicht allzuviel erwarten sollte.

Radio mit Publikum? Klingt erst einmal merkwürdig, wurde von 911-Team in einer Wohnzimmer-Kullisse aber durchaus originell umgesetzt. So wurden z.B. die Jingles der Sendung nicht etwa von CD oder aus dem Computer abgespielt, sondern von Musiker Mark Scheibe und einer Sängerin live gespielt und gesungen. Dazu gab es sowohl Talks mit Anrufern, als auch Aktionen mit dem Publikum, z.B. zwei Mädels, die hinter der Bühne unter Zeitdruck ihre Hosen tauschen mussten, um eine der begehrten „Nacktmullen“ zu gewinnen.




Musikalische Unterstützung bekamen die „Helden der Nacht“ von der Band „Wir sind Helden“, die in intimer Club-Atmosphäre ihre Klassiker wie „Denkmal“ oder „Aurelie“ aber auch neuere Songs wie „Gekommen um zu bleiben“ oder ihren aktuellen Hit „Soundso“ (gesprochen So-und-so und nicht etwa Sound-so) performten.

Insgesamt ein netter Abend, nicht nur wegen der kostenlosen Getränke und Snacks für das Live-Publikum, und ein schöner Beleg dafür, dass erfolgreiche Radioprogramme auch ohne engste Rotation mit 12 Hits am Stück und dümmliche Anrufgewinnspiele auskommen.

Leider sind meine Fotos nicht ganz so gut geworden, da ich recht weit hinten saß und die Bühne nicht so gut beleuchtet war. Klar, was soll man eine Radiosendung auch groß beleuchten 😉 .

Viele weitere, bessere Fotos, gibt es bei Energy und auf der 911-Seite. Auch ein Video ist dort verfügbar.

 


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