Klappe und Action! Ein kleiner Rückblick aufs Filmfest München 2009
Es ist schon etwas länger her, dass ich zuletzt am Nachmittag im Kino war. Und soweit ich mich erinnere, war es das erste Mal überhaupt, dass ich mir in 5 Tagen 6 Filme angeschaut habe. Das Filmfest München bot in der vergangenen Woche die Gelegenheit dazu.
Die beiden Brüder Vinz und Georg eint die Leidenschaft für Basketball. Nach dem Tod der Eltern und der Übernahme der Verantwortung für seinen kleinen Bruder Vinz musste Georg seine Basketball-Karriere jedoch zurückstecken. Daher soll Vinz nun nachholen, was Georg damals verwehrt blieb. Als Topscorer bei Phoenix Hagen liegt der Erfolg des nahenden Endspiels in seiner Hand und eine Karriere als Profi-Basketballer zum Greifen nah. Doch Vinz hat Zweifel, ob er das überhaupt will. Heimlich bewirbt er sich um ein Stipendium in den USA, obwohl ihm die Vorstellung, seine beiden alten Freunde Samy und Ali zurückzulassen, schwer fällt. Als Vinz sich in Kathi verliebt, ist er sich seiner eigenen Pläne erst recht nicht mehr sicher.
2.) Die Liebe der KinderEin ruhiger und nachdenklicher Film mit manchen Schmunzlern, in der zwei Erwachsene um die 40 per Internet nach einer neuen Liebe suchen. Obwohl der Baumschneider und die gebildete Bibliothekarin auf den ersten Blick so verschieden sind, kommen sie dennoch zusammen. Währen die Erwachsenen aber mehr eine Zweckziehung führen, verlieben sich ihre Kinder ineinander und wollen nicht nur heiraten, sondern auch noch auswandern. Für die Beziehung der Eltern der Anfang vom Ende und auch die Liebe der Kinder führt zu keinem Happy End.
3.) Unter Strom

Als Frankie unschuldig zu 15 Jahren Haft verurteilt wird, rastet er aus und nimmt noch im Gerichtsgebäude das frisch geschiedene Ehepaar Daniel und Anna Trieb als Geiseln. Auf dem Weg begegnet ihnen Wirtschaftsminister van Möllerbreit, den Frankie ebenfalls entführt. Sie alle landen im Landhaus des Ehepaares, wo es sich bereits Annas Liebhaber gemütlich gemacht hat – mit Champagner und Viagra. Während Frankie trotz Unterstützung seiner Frau Gloria und seines Kumpels Cheesie völlig überfordert ist, die Gruppe überhaupt unter Kontrolle bekommen, haben bereits die Truppen von Kommissar Kaminski das Haus umstellt.
4.) Vegas - Based on a true Story
Ein Vegas-Film, der (fast) ganz ohne Las-Vegas-Leuchtreklamen-Klischee auskommt. Vater Eddie ist spielsüchtig und deswegen hoch verschuldet. Zusammen mit Sohn Mitchell und Ehefrau Tracey fristet er ein recht tristes Dasein am Vorstadt-Rand des Zocker-Paradieses. Eines Tages kommt ein Marine-Soldat vorbei, der das Grundstück der Familie kaufen will, angeblich weil seine Mutter dort gelebt hat. Später rückt er mit dem vermeintlich wahren Grund heraus: Unter dem Grundstück soll die Beute eines legendären Casinoraubs aus den 60er-Jahren vergraben sein. Ohne Rücksicht auf Traceys wohlgepflegten und geliebten Garten wird das Grundstück auf der Suche nach dem Schatz umgegraben und bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Auch die Warnung eines Polizisten, die Familie sei auf einen “Reality Gambler” hereingefallen, der auf das zukünftige Verhalten von Menschen wettet, kann Eddie nicht stoppen.
5.) Adventureland
Diese US-Komödie wirft einen Blick hinter die Glitzerfassade eines Freizeitparks. College-Absolvent James hatte eigentlich eine Reise nach Europa geplant, die jedoch scheitert an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern, die James nahelegen, einen Ferienjob anzunehmen. Für einfache Tätigkeiten völlig überqualifiziert und unerfahren findet James letztlich eine Anstellung im Freizeitpark “Adventureland”, wo er nicht nur einigen skurrilen Gestalten begegnet, sondern auch der hübschen Em, die für ihn bald mehr als nur eine Kollegin ist.
6.) Diamantenhochzeit
Bei dieser actionreichen und rabenschwarzen deutschen Komödie handelt es sich um eine Produktion, die im Rahmen der ZDF-Reihe “Das kleine Fernsehspiel” entstanden ist. Eigentlich wollten Alex und Julia heiraten, blöderweise erschießt Alex’ Vater versehentlich einen Diamantenkurier, der die Hochzeitspläne ganz schön durcheinander bringt.

Tom meint:
Hinzugefügt am 13. Juli, 2009 um 09:41 UhrEin Publikumsfestival? Ja, aber mittlerweile offenbar mit einer gehörigen Distanz zum Publikum.
Auf eine Beschwerde E-Mail bezüglich zweier enttäuschenden Veranstaltungen (technische Pannen bei den Shocking Shorts sowie Werbe-Veranstaltung “animax-Night”) erhält man nicht mal eine Antwort!
Eine echte Frechheit. So kann man sich Besucher vergraulen.