Hört, hört! – ARD-Radios jetzt im digitalen Kabel

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Als ich ich mir im Sommer 2004 im Bundle mit einem Fernseher und Premiere-Start-Angebot eine Nokia D-Box II angeschafft habe, wurden im digitalen Kabelnetz von Kabel Deutschland neben den TV-Sendern von ARD, ZDF und Premiere auch noch 20 ARD-Radioprogramme, sowie DLF und DLR Kultur eingespeist.

Zur IFA 2005 startete die ARD einen Hörfunktransponder, über den seitdem alle ARD-Radioprogramme digital via Satellit zu empfangen sind. Für Kabelkunden hieß diese Umstellung leider, dass sich die Zahl der digital empfangbaren ARD-Radios drastisch reduzierte. Zuletzt war nicht mal mehr ein Dutzend ARD-Radioprogramme im digitalen Kabel empfangbar. Und es schien so, als würde sich daran so schnell nichts ändern, da weder bei ARD, noch bei Kabel Deutschland ein großes Interesse daran zu erkennen war.

ARD-Radios jetzt auch digital im Kabel

Umso überraschter war daher nicht nur ich, als ich heute Vormittag in den Radioforen und am Mittag bei digitalfernsehen.de las, dass angeblich der ARD-Hörfunktransponder ins Kabel-Deutschland-Netz eingespeist wird. Ein Sendersuchlauf der D-Box bestätigte diese Meldungen.

Offenbar handelt es sich aber nicht um eine 1:1-Einspeisung des ARD-Radiotransponders vom Satelliten, stattdessen hat Kabel Deutschland die Radioprogramme auf verschiedene Kabelkanäle aufgeteilt. Auch fehlen noch einge Programme, andere werden zwar gefunden, aber es herrscht noch Stille. Anscheinend handelt es sich um den Testbetrieb, der erst Mitte April abgeschlossen sein soll. Offiziell ist das Ganze wohl auch noch nicht, da es dazu bislang weder von Kabel Deutschland noch von der ARD eine Stellungnahme oder Pressemitteilung gab.

Auf jeden Fall ist es ein großer und überfälliger Schritt, dass nun auch Kabelkunden in den Genuss aller ARD-Hörfunkprogramme kommen und man jetzt auch in Bayern Welle Nord, in Sachsen 1LIVE und in Norddeutschland SWR3 hören kann. Ob man nun will oder nicht.

Nachtrag 08.02.2008:
Inzwischen hat sich auch Kabel Deutschland dazu geäußert.

 


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