April, April mit Guttenberg und Zeitungsenten

turi2-Aprilscherz GuttenbergPrinzipiell sollte man als Journalist ja mit jeder Meldung vorsichtig umgehen und hinterfragen, ob das wirklich alles stimmen kann oder nicht. An einem Tag im Jahr sollte man dies aber ganz besonders gründlich tun: Am 1. April.

Kaum ein Medium, dass seine Leser, Hörer oder Zuschauer nicht in den April geschickt hat. Auch bei turi2.de haben wir das natürlich getan. Unser Aufmacher am Freitagmorgen: Guttenberg wird Gottschalk-Nachfolger bei “Wetten dass…?”.

Ein Aprilscherz, der offenbar gut ankam: Spiegel Online, Berliner Kurier, sueddeutsche.de oder die taz haben die Geschichte aufgegriffen und zu einem der besten Aprilscherzen gekürt. Diese Aufmerksamkeit hat turi2.de am 1. April übrigens mehr als sechsmal so viele Besucher beschert, wie an normalen Tagen.

Und bevor Fragen aufkommen:

Ja, die Grundidee für diese Geschichte hatten andere, ich habe sie noch ein wenig ausgeschmückt. Aber ist ein bisschen Plagiat nicht naheliegend, wenn es um Guttenberg geht?

Nein, die Satire von Welt Online, die Guttenberg eine ähnliche Karriere voraussagt, kannte ich wirklich nicht. Ehrlich.

Jedenfalls ist auch die Berliner Agentur Kreative PR auf die Guttenberg-Geschichte hereingefallen gestoßen und kündigte per Mail ein “Überraschungspäckchen” für den “sehr amüsanten Bericht” an. Heute nun kam das Paket bei mir an, nachdem es zwei Tage bei einer Nachbarin lag, worüber mich DHL aber erst heute per Brief benachrichtigt hat:

Überraschungspaket 1
Überraschungspaket 2

Was da wohl drin sein mag? Zugegeben, die Überraschung war nicht mehr ganz so groß, da ich bereits gestern bei wuv.de gelesen hatte, dass die Factotum Handelshaus GmbH für kreative Aprilscherze Badeenten verschickt. Der Guttenberg-Aprilscherz wurde dort auch genannt.

Überraschungspaket 3 Enten

In einem persönlichen Brief schreiben mir Zeitungs-Paule (Mitte), Agathe (rechts) und Amanda (links), der Guttenberg-Scherz hätte bei ihnen “für Geschnatter gesorgt”. Da Zeitungsenten keinen guten Ruf haben, freuen sie sich “alljährlich auf den 1. April, wenn unsere gefiederten Kollegen mal so richtig groß rauskommen”. Gerne wären sie, so schreiben mir die drei Badeenten, “Ihre Lieblings-Zeitungsenten und würden Ihnen im Tagesgeschäft ein wenig über die Schulter schauen”. Sie versprechen auch “ganz brav den Schnabel zu halten”.

Na gut, ich will mal nicht so sein. Vorausgesetzt, die Neulinge können sich mit Rudi Erpel (rechts), Paula Print und Bikini Duck anfreunden.

Entenparade

 


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