Adrenalin im Allgäu und Freizeitparkfotografie.

Wiesn-Aufbau am 3. September 2011 - 2 Wochen vor Beginn
Im Regelfall 5, manchmal aber auch 6, 7 oder gar 8 Euro für nur eine Fahrt – so viel kosteten in diesem Jahr die Fahrgeschäfte auf dem Münchner Oktoberfest. Viel Geld für meist nur wenige Minuten Nervenkitzel und Adrenalin. Gezahlt habe ich es oft genug dennoch. Fahrgeschäfte gehören zur Wiesn wie die Maß Bier, über deren Preis sich zwar auch streiten lässt, den man am Ende aber doch bezahlt.

Deutlich mehr Fahrfreude für weniger Geld gab’s gestern noch einmal im Skyline Park in Bad Wörishofen im Allgäu, direkt an der A96. Nur 19 Euro kostet der Eintritt, in dem alle Fahrgeschäfte inklusive sind. Und da es für einen Oktobertage noch einmal richtig schön, warm und sonnig war, war es ein idealer Tag, um die Fahrgeschäfte-Flatrate voll auszunutzen.


Sky Circle
Der Skyline Park ist nicht ganz so groß und glamourös wie andere Freizeitparks, etwa der Europark, Heide Park oder Hansapark. Auch sind manche Fahrgeschäfte schon etwas in die Jahre gekommen oder erwecken den Eindruck, sie hätten in ihrem früheren Leben mal auf Jahrmärkten und Volksfesten gestanden, bevor sie im Skyline Park einen festen Platz gefunden haben.

Doch gerade das verleiht dem Park, in dem es auch viele Grünflächen gibt, einen familiären und sympathischen Charme. Hier geht es ruhig und relaxed zu. Zumindest wenn man nicht in der Hauptsaison kommt. Dann soll es bei manchen Fahrgeschäften Warteschlangen von bis zu zwei Stunden geben, so dass man an einem Tag nicht mehr als vier oder fünf große Attraktionen fahren kann.
Achterbahn im Skyline Park


Skywheel-Achterbahn im Skyline ParkSkywheel-Achterbahn im Skyline Park
Wie für andere Freizeitparks gilt auch beim Skyline Park: Wer irgendwie kann, sollte an einem schönen Tag in der Vor- oder Nachsaison kommen, am besten nicht am Wochenende und außerhalb der Schulferien. Dann gibt es wenn überhaupt nur kurze Warteschlangen und man kann alles so oft fahren, bis man selbst gegen spaktakuläre Fahrgeschäfte wie die Überkopf-Achterbahn Sky Wheel (links), das Propellerkarussell Sky Circle (oben links) oder den Katapultschuss Sky Shot nahezu “immun” ist.

Um Freizeitparks geht es auch in Folge 176 von “9×13″, dem Markt-und-Technik-Fotopodcast. Für diese Episode habe ich ein Interview mit Paul Hiller gemacht, dessen Leidenschaft es ist, in Freizeitparks zu fotografieren. Menschen sind auf seinen Bildern nur Beiwerk, auf seinen Fotos steht die pastellfarbene Glitzerwelt aus bonbonbunten Buden und Fahrgeschäften im Mittelpunkt. Auf der ganzen Welt hat er schon Fotos gemacht und sucht immer wieder neue Freizeitparks. Zum Fotografieren.

Eine Auswahl seiner Bilder gibt es im PDF zum Podcast, auf flaremag.de sowie im virtuellen Ausstellungsraum flachware.de der Akademie der Bildenden Künste München, an der Paul Hiller studiert.

Wer sich für das komplette Interview interessiert, kann es hier als MP3 herunterladen oder im eingebetteten Flash-Player anhören.

Mehr zu lesen gibt es über Paul Hiller auch im Artikel “Das Leben ist kein Rummelplatz” von Veronika Christine Dräxler auf der “SZ-Jugendseite”, durch den ich überhaupt erst auf Paul Hiller und seine Freizeitpark-Fotos aufmerksam geworden bin.

 


Ein Kommentar


  1. Die Bilder sehen ja schon super gut aus, aber erinnern mich auch immer wieder daran, dass das alles nichts für mich ist :-)

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