Abenteuerliche Navigation im Luftraum über dem Balkon

Seit einer Woche habe ich ein neues Handy. Ein Samsung SHG-i550. Entgegen dem Trend ist es weder ein Klapphandy noch besonders klein. Dafür hat es ein schönes großes Display, ist HSDPA-fähig und verfügt über einen GPS-Empfänger. Das Navigationssystem im Handy war für mich einer der wesentlichen Aspekte, weshalb ich mich gerade für dieses Handy entschieden habe.

Umso enttäuschter war ich, als das Navi im Handy nicht so wollte, wie ich wollte. Egal wo ich es versucht habe, ob in der Stadt oder oben auf einem Berg – über die Anzeige „Warte auf gültiges GPS-Signal“ kam ich nicht hinaus.

In den Tiefen der – natürlich nur online verfügbaren – Bedienungsanleitung fand ich dann den Hinweis:
„Die Initialisierung des GPS-Empfängers kann beim ersten Mal bis zu 20 Minuten in Anspruch nehmen.“
Eine Nachfrage im O2-Shop ergab, dass es mitunter auch deutlich länger dauern könnte.

Schön und gut. Doch wie stellt man es an, dem GPS-Empfänger eine halbe Stunde oder länger freien Blick zum Himmel zu gewähren, ohne das Handy irgendwo unter freiem Himmel liegen zu lassen?

Nach einigen verworfenen Ideen habe das Handy in einen Mikrofonständer, dessen Arm über die Brüstung des Balkons ragte, eingeklemmt und mit Tesafilm fixiert, damit das Handy nicht aus dem dritten Stock in die Tiefe fällt.

Ich will lieber nicht wissen, was wohl Nachbarn und Passanten dachten, es war jedenfalls eine recht abenteuerliche Konstruktion, wie die „Beweisfotos“ zeigen.





In dieser Konstruktion schwebte das Handy auf der Suche nach einem GPS-Signal rund anderthalb Stunden im Luftraum vor meinem Balkon. Die Mühe hat sich gelohnt! Die Satelliten wurden gefunden!

Ich frage mich nur, was wohl diejenigen Käufer dieses Handys machen, die gerade keinen Mikrofonständer zum Handy-über-den-Balkon-hängen zur Hand habe?

P.S. Und nein, auch wenn das Datum dies vermuten lässt, das ist wirklich kein Aprilscherz.

 


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