Zum ersten Mal seit 2006 war ich am Donnerstag auf der CeBIT. Ein bislang ungenutztes Bahnticket von Lidl bot die Möglichkeit zum Tagesausflug von München nach Hannover. 

Ein völlig unrepräsentativer und subjektiver CeBIT-Rückblick
Zum ersten Mal seit 2006 war ich am Donnerstag auf der CeBIT. Ein bislang ungenutztes Bahnticket von Lidl bot die Möglichkeit zum Tagesausflug von München nach Hannover. 

Kaufen um zu sparen: Die Invasion der Gutschein-Verkäufer im Internet und im Radio


Soweit die Theorie. Natürlich bleibt dieser Trend nicht auf die USA beschränkt. In den vergangenen Wochen schossen die deutschen Groupon-Klone wie Pilze aus dem Boden.
Und um bei all den Angeboten den Überblick zu behalten, gibt es mit tagesangebote.de und dem Groupon-Ableger von sparwelt.de bereits Aggregatoren, die alle Angebot nach Städten geordnet auflisten. Außerdem sind die Groupon-Anbieter meist selber mit eigenen Gruppen bei Facebook, StudiVZ oder den Lokalisten vertreten und informieren auch via Twitter über ihre Angebote, teilweise sogar mit lokalen Accounts. Über Twitter oder Facebook werden auch Spezial-Aktionen angeboten, die es direkt auf der Website nicht gibt. CityDeal zum Beispiel hatte heute Kino-Gutscheine im Wert von 10 Euro zum Preis von 1 Euro im Angebot - wenn auch nur für Neukunden.
Über das Portal radio-gutscheine.de vermarktet zum Beispiel Radio Arabella München Restaurantgutscheine, Wellness-Angebote und Ski-Pässe zum Schnäppchenpreis. Und auch Top FM aus Fürstenfeldbruck verkauft auf diese Weise lokale Gastro-Angebote im Wert von 50 Euro zum Preis von 25 Euro.
TV-Show-Tour Köln: Zu Besuch bei Raab, Jauch und Schmidt.
Money Music 2010 - Die Tracklist der Steuersünder-CD
Die NDR-Exklusiv-Recherchen, die gar keine sindKommerziell und privat genutzte Funk-Überwachungskameras weisen nach Recherchen der NDR Fernsehsendung “Niedersachsen 19.30 das Magazin” und der ARD Tagesthemen massive Sicherheitslücken auf. Diese bundesweit zigtausendfach eingesetzten Kameras können ohne größeren technischen Aufwand unbemerkt von Dritten angezapft werden. […] Die so übermittelten Daten können mit Hilfe frei im Handel erhältlicher Funkempfänger von unbefugten Dritten unbemerkt aufgezeichnet und verbreitet werden.[…]Auf der Website des NDR gibt es den Beitrag auch als Online-Video zum Anschauen. In der 18.00-Uhr-Ausgabe der Sendung, die in der NDR-Mediathek abrufbar ist, berichtete die Redakteurin zudem, wie sie auf das Datenleck aufmerksam geworden ist. Und auch die Tagesthemen haben das Thema aufgegriffen.
Grund für das Datenleck ist nach Informationen von “Niedersachsen 19.30 das Magazin” und der ARD Tagesthemen die von den Kameras genutzte Funkfrequenz, die frei zugänglich ist und nicht verschlüsselt werden kann.
Die liegengebliebenen Blog-Themen 2009
Zum Beispiel war mir im Buchladen das Buch Ausländisch für Notfälle aufgefallen.
Der humoristische Reiseführer mit dem Untertitel “Ein Sprachführer für Paranoiker” bietet womöglich lebensrettende Ratschläge, sollte man in Schweden von einem Elch verfolgt werden, in Süditalien ins Fadenkreuz der Mafia geraten oder plötzlich eine Notamputation vornehmen müssen. Auch hilfreiche Formulierungen wie “Mit welcher Froschart haben Sie doch gleich den Pfeil bestrichen, der in meiner Wade steckt?” oder “Ich habe nie behauptet, alle Stierkämpfer seien schwul, nur weil sie rosa Strümpfe tragen!” werden in die jeweiligen Landessprachen übersetzt.
Das Buch bietet zahlreiche witzige Illustrationen (ein paar davon bei welt.de), die Hörbuch-Version ist ein wahrer Ohrenschmaus, da sie von den SWR3-Spaßvögeln Zeus & Wirbitzky gesprochen wird.

Eigentlich wollte ich auch mal auf das ocui aufmerksam machen, ein interessantes Restaurant in München. Die Abkürzung steht für “open cusine” - das bedeutet, dass einem das Essen nicht in irgendeiner Hinterküche zubereitet wird, sondern frisch, vor den Augen, nach individuellen Wünschen. Es gibt hauptsächlich Pizza, Pasta und Asia-Gerichte und das zu - für Münchner Verhältnisse - durchaus günstigen Preisen. Gastro-Reviews zum ocui gibt es bei ganz-muenchen.de und der tz.
Mitte Mai war ich beim 4. Süddeutschen Journalistentag in München, zu dessen Auftakt sich “Sprachpapst” Wolf Schneider in einem launigen und pointierten Impulsreferat über die schiefe Weltsicht des Nachrichtenjournalismus ausließ. An nachrichtenarmen Tagen würden Medien viel zu oft “den Furz als Wirbelsturm verkaufen”, nur um einen reißerischen Aufmacher zu haben, so Schneider. Seinen kompletten Vortrag gibt es als MP3-Mitschnitt zum Nachhören.
Im Juli habe ich mir einen Internetradio-Empfänger gekauft, den ich empfehlen wollte. Nicht dass überall präsente Noxon iRadio mit 90Elf-Branding, sondern den weniger bekannten Internet Tuner von Hama. Bei einer CeBIT-Preview hatte ich das Gerät schon einmal am Hama-Stand gesehen und mir vorführen lassen. Daher wusste ich, dass es, anders als die meisten anderen Internetradio-Empfänger, auch Real-Audio-Streams abspielen kann. Daneben natürlich auch MP3 und WMA. Über das Portal Reciva kann man seine Favoriten-Sender zuammenstellen und eigene Streams hinzufügen. Per WLAN oder Netzwerkkabel greift das Gerät dann online auf die Liste zu und spielt die Sender ab. Auch mittels Fernbedienung lässt sich das Senderangebot durchforsten. Besonders interessant: Auch Podcast kann man mit dem Gerät anhören, ohne sie runterladen zu müssen, ebenso Musik und MP3s von der eigenen Festplatte, sofern diese als UPnP-Server eingerichtet ist. Bei Conrad gibt es den Internet Tuner für rund 90 Euro. Eine lohnende Investition.
Zur Bundestagswahl gab es einige Seiten, die individualisierbare Videos angeboten haben, in denen man eigene Namen und Bilder einfügen konnte: In einem Video von Eins Live zum Beispiel konnte ich somit “Horst das Pferd” als Spitzenkandidat der G.a.g.a.-Partei aufstellen. Sowohl die IG Metall als auch Die Branche der Erneuerbare Energien nutzen solche Videos, um gegen Schwarz-Gelb Stimmung zu machen und den einen, entscheiden Wähler anzuprangern. Dass man individualisierbare Videos auch zu angenehmen Zwecken einsetzen kann, zeigt der Playboy: Dort kann man Freunden ein persönliches Bunny-Video erstellen und zusenden.
Im Juni fand ich in der “Wochenende”-Beilage der “Süddeutschen Zeitung” den lesenwerten Artikel Hoffentlich nicht privatversichert, in dem der Autor mit satirischem Unterton darstellt, wie unterschiedlich die gleichen Symptome bei Kassen- und Privatpatienten behandelt werden und manche Ärzte Privatpatienten gerne mehr medizinische Versorgung gönnen als notwendig wäre. Als Kassenpatient sollte man daher froh sein sollte, dass man nicht jede medizinische Neuerung über sich ergehen lassen muss und gar nicht in die Versuchung kommt, sich vom Chefarzt behandeln zu lassen, der im Zweifel kaum klinische Erfahrung hat.
Im Oktober war mir aufgefallen, dass sowohl die “Welt am Sonntag” als auch der “Focus” ihre aktuellen Ausgaben mit Trailer-Videos bewerben. Der “Focus” macht das bereits seit 2006. Dort berichtet der Titel-Autor von seinen Recherchen und macht Appetit aufs Lesen seiner Geschichte. Die “Welt am Sonntag” lässt mehrer Autoren zu Wort kommen, teilweise auch in Vor-Ort-Aufnahmen. Einer der WamS-Trailer hat es tatsächlich geschafft, dass ich die Zeitung wegen der dort angekündigten Titelgeschichte gekauft habe, auch wenn die Geschichte in der Zeitung weitaus kleiner und unspektakulärer ausfiel, als es der Trailer vermuten ließ. Aber das ist bei Kino-Trailern ja auch oft so.
Ein gewisser Friedrich von Haber, ein Mann mit rheinischer Intonation, der natürlich nicht wirklich so heißt, teilte mir als Bandansage mit, ich hätte ein BMW-Coupé im Wert von 30.000 Euro gewonnen. “Wirklich kein Scherz”. Um den Gewinn zu aktivieren, hätte ich bloß eine teure 0900-Nummer anrufen müssen. Da die Nummer ganz bewusst etwas verschleiert als “09 005…” angesagt wurde, hätte man dahinter auch eine Nummer irgendwo im Fränkischen Raum vermuten können. In Wirklichkeit steckt ein Abzock-Unternehmen aus der Schweiz hinter diesen Spam-Anrufen.
So klang der Anruf von Friedrich von Haber:
Ein schöne Innovation für alle, die in der Vorweihnachtszeit backen wollen, aber eigentlich keine Zeit dafür haben, hat Fackelmann parat: Ein Vanillekipferl-Backblech. Statt den Teig auszurollen und in Form zu bringen, muss man ihn lediglich in die Vertiefungen hineinstreichen und nach 12 Minuten hat man 42 Vanillekipferl auf einen Streich. Wenn man dann - wie ich es getan habe - auch noch Fertigteig verwendet, wird Backen selbst für Faule zum leckeren Spaß.
Was 2009 war und was 2010 kommen könnteDoch der Tag, der uns am meisten berührte, kam im Sommer irgendwann / Am Donnerstag / Das war der Tag, an dem Michael Jackson starb.Was eigentlich nur ein Gag für Freunde und Bekannte werden sollte, hat sich zum YouTube-Hit entwickelt und verzeichnete in knapp zwei Wochen über 100.000 Abrufe. Mehr über die Macher und die Produktion bei DerWesten.de.
Merry Christmash
Hilfe, Conrad verfolgt mich durchs Internet!


Nokia Night of the Proms 2009 in München
Klassik trifft Pop - das ist das Motto der Nokia Night of the Proms, die es seit 1985 im belgischen Antwerpen gibt und die seit 15 Jahren in der Vorweihnachtszeit auch durch Deutschland tourt. Das Rezept: Ein großes Orchester samt Chor und dazu Pop-Acts, die vor allem in den 80ern ihre große Zeit hatten.