post Klavierkabarett trifft antikes Drama: Interview mit Bodo Wartke


Bodo Wartke (Foto: Nele Martensen, 2006)
Seit über 13 Jahren macht Bodo Wartke schon “Klavierkaberett in Reimkultur“, also humoristische Texte in deutscher Sprache mit Klavierbegleitung. Ungefähr so lange kennen wir uns auch schon - wir waren nämlich auf derselben Schule, dem Leibniz-Gymnasium in Bad Schwartau.


Bodo war vier Klassen über mir und hat schon damals bei Schulveranstaltungen seine ersten Werke zum Besten gegeben. In Erinnerung geblieben ist mir z.B. ein Schulgottesdienst zum Reformationstag, bei dem Bodo in der Kirche seinen Abwaschwasserblues gespielt hat. Auch bei seinem ersten großen Auftritt am 11. November 1996 in der Pausenhalle war ich dabei. Als Mitschüler war das quasi Pflicht. Bodo hatte damals beim NDR2-Comedypreis einen Sonderpreis gewonnen, der aus dem Mitschnitt des Konzerts und der Produktion einer ersten eigenen CD bestand.


Seitdem hat sich einiges getan: Bodo Wartke bringt in diesem Jahr sein viertes Solo-Programm auf die Bühne, tourt durch ganz Deutschland und ist in der Kabarett-Szene inzwischen ein fester Begriff. Anlässlich seiner jüngsten Konzerte Mitte Juni in München habe ich ihn getroffen und für Radio Feierwerk interviewt. Das Interview lief am 20. Juni 2009 und ist hier nun nachzuhören.


Die im Radio gespielten Lieder von Bodo Wartke habe ich in diesem Mitschnitt aus Urheberrechtsgründen zwar rausgeschnitten, auf Bodos Website können die Lieder aber angehört und als Video angeschaut werden.


Bodo Wartke: König Ödipus (Foto: Nele Martensen, 2009) Take 1: Bodo Wartke über seinen Werdegang als Klavierkabarettist, Kompositionen ohne Komponier-Kompetenz, Wortwitz und sarkastische Lieder.


MP3-Download

Angekündigtes Lied: Loveparade


Take 2: Bodo Wartke über sein multilinguales Liebeslied, das sich im Internet per Liebesliedgenerator jeder individuell zusammenstellen kann.


MP3-Download

Angekündigtes Lied: Liebeslied


Take 3: Bodo Wartke über sein neues Programm “König Ödipus”, seine Adaption eines antiken, griechischen Dramas, das sich aufgrund eines “Verletzungsdramas” ein wenig verzögert.


MP3-Download

Angekündigtes Lied: Ja, Schatz


Wer Lust auf mehr bekommen hat, findet zahlreiche Videos bei YouTube. Bei Last.FM gibt es einige Songs sogar zum kostenlosen Download. Am besten ist Bodo Wartke aber live und bei den vielen Terminen spielt er bestimmt auch mal in der Nähe…

post Liebling, ich habe die Zeitung geschrumpft!


Bildcity 

Seit vergangener Woche erscheint die “BILD” in München in zwei verschiedenen Ausgaben: Einmal in normaler Zeitungsgröße, dem nordischen Format, und zusätzlich im U-Bahn-freundlichen Taibloid-Format.


Anders als zum Beispiel die “Welt“, die mit “Welt kompakt” eine komplett eigene Zeitung macht, wird “Bild City” nur geschrumpft. Der Inhalt ist 1:1 der Gleiche wie in der großen “BILD”. Der Preis übrigens auch. Der aus der Fotografie bekannte Begriff “Kleinbildformat” bekommt in diesem Zusammenhang eine ganz neue Bedeutung.


Interessant ist, wie die beiden lokalen Boulevard-Konkurrenten auf das “KleinBILDformat” reagieren.


Die “tz” verweist auf ihren “kleinen Preis” (10 Cent billiger als “Bild”) und geht auf die Krtik ein, dass man für “Bild City” manchmal eine Lupe braucht.


tz


Und die Abendzeitung betont, mit der Hauptzeitung und der täglichen Beilage “Die Stadt” ohnehin eine große und eine kleine Zeitung im Angebot zu haben.

Abendzeitung


Schon nett anzusehen, wie beide Blätter vereint am Straßenrand stehen und fast harmonisch mit einer ähnlichen Idee die Schrumpfung der “BILD” für sich ausschlachten.

AZ-tz


post Eisland mit heißen Quellen und Wasserfällen - Eindrücke aus Island


In der zweiten Juni-Woche war ich mit einem Freund für vier Tage in Island. Wie kommt man gerade auf Island als Urlaubsort im Juni? Die Überlegung war: Durch die Finanzkrise müssten Reisen nach “Krisland” (was für eine Wortschöpfung der FTD) nun billiger sein als zuvor - also hin!


Island-FlaggeNatürlich schafft man in vier Tagen keine komplette Reise rund um Island, wofür andere drei Wochen einplanen, dennoch konnte ich einen ersten Eindruck von Reykjavik und Umland, sowie dem Süden und Südosten Islands gewinnen.


In der untenstehenden GoogleMaps-Karte habe ich die Sehenswürdigkeiten und Naturwunder, die ich besucht habe, mit Kommentaren und Infos versehen. Hinter jedem Symbol verbergen sich Fotos, Videos und Links. Manche Symbole liegen bei großem Maßstab scheinbar übereinander. Reinzoomen und Anklicken lohnt sich! Die Karte erhebt keinen Anspruch auf exakte geografische Positionierung der Symbole - auch weil das Karten- und Satellitenmaterial von Island, das GoogleMaps vorhält, teilweise recht ungenau ist.


Alle Bilder gibt es in groß auch in einem Picasa-Webalbum zu sehen. In größerer Ansicht, mit einer Übersicht der Symbole und Kommentare, gibt es die Karte direkt bei GoogleMaps. Diese empfehle ich insbesondere Firefox-Nutzern, da eingebundene Videos in eingebetteten Karten offenbar Probleme bereiten und zum Absturz des Browsers führen können.



Eindrücke aus Island auf einer größeren Karte anzeigen


Ein Schnäppchenparadies ist Island übrigens immer noch nicht. Die Preise liegen in etwa auf bzw. leicht über dem deutschen Niveau. Deutlich billiger ist mit unter einem Euro pro Liter z.B. Benzin. Teurer sind vor allem Hotelübernachtungen, Restaurantbesuche oder alkoholische Getränke, die nur in staatlichen Läden verkauft werden. Auch organisierte Bustouren zu den Sehenswürdigkeiten schlagen tiefe Furchen in die Reisekasse. Das liegt aber wohl weniger an Island, sondern mehr daran, dass bei solchen Angeboten für Touristen gerne mal etwas auf den Preis aufgeschlagen wird. Obwohl auch Mietwagen über dem deutschen Niveau und den Preisen anderer Urlaubsländer liegen, lohnen sich Anmietung und Touren auf eigene Faust meist dennoch, gerade wenn man zu mehreren unterwegs ist. Geheimtipp: Die Hostels in Island vermitteln Mietwagen auch ohne Übernachtung - und das zu deutlich günstigeren Konditionen, als man sie bei lokalen Vermietern oder bei der Vorab-Buchung im Internet bekommt.


In Erinnerung bleiben von Island vor allem die riesigen, unbesiedelten und naturbelassenen Landflächen. Fährt man auf der Ringstraße rund um die Insel ist es nichts ungewöhnliches, dass einem für eine Stunde oder länger niemand entgegenkommt und sich auch sonst kaum ein Zeichen menschlichen Lebens zeigt. Ganz ehrlich: Mir wäre das auf Dauer etwas viel Einsamkeit.


Beeindruckend: In den Sommermonaten geht die ganze Nacht über die Sonne nicht unter. Zwar wird nachts etwas dämmrig, aber nicht wirklich dunkel. Dafür ist es im Winter auch den größten Teil des Tages stockfinster.


Wer Action-Urlaub sucht, ist in Island sicher falsch - allen anderen kann ich ein paar Tage Naturerlebnis in diesem kleinen, sympathischen Land empfehlen, das - so die ehrgeizigen Planungen - schon 2011 Mitglied der EU sein will.


Weiterführende Links:

visiticeland.com: Offizieller Reiseführer des isländischen Tourismusamtes.
marcopolo.de: Marco-Polo-Online-Reiseführer Island.
iceland.de: Gut gemachter und ausführlicher Island-Reiseführer.
geo-reisecommunity.de: Interessanter Reisebericht einer Island-Rundreise.
whatson.is: Cityguide “What’s on” für Reykjavik.
visitreykjavik.is: Reykjavik Capital Area.
islandfilm.de: Beeindruckender Island-Film des Naturfilmers Stefan Erdmann.


post EUups: Kinder erklären Europa


Zur heutigen Europawahl noch ein ganz süß gemachtes Video aus dem YouTube-Kanal der Europäischen Union, der - ganz kreativ - EU Tube heißt. Kinder erklären im Dingsda-Stil europäische Werte:



post Smalltalkwissen: Big Ben


Big BenDie wohl berühmteste Glocke der Welt feiert Jubiläum: Seit mittlerweile 150 Jahren ertönt Big Ben in London.


Seitdem überträgt die BBC das Glockenläuten von Big Ben jeden Tag live zu Beginn der 18-Uhr-Nachrichten. Lediglich während des Zweiten Weltkrieges wurde eine Aufzeichnung gesendet: Die Briten hatten Bedenken, die Nazis könnten aus Big Bens Klang Rückschlüsse auf das Wetter in London ziehen.


Mehr zu Big Bens Jubiläum im WDR2 Streiflicht und natürlich bei der BBC.

post Kerners Zauberkasten


Kerner und ZauberhutIn der Tiefe der Nacht haben sich bei Johannes B. Kerner gestern magische Dinge abgespielt - ganz gewollt: Er hatte zum Gipfeltreffen der Illusionisten geladen.


Magier Hans Klok, Gedankenleser Jan Becker, Zauberkünstler Thimon von Berlepsch, Mentalist Farid und Entertainment-Extremist Konrad Stöckel verblüfften und beeindruckten mit Ihren Tricks die Zuschauer im Studio und vor dem Fernseher. Und immer wieder stellte sich die Frage “Wie macht der das?”.


In der ZDF-Mediathek gibt’s die komplette Sendung zum nachträglichen Anschauen.


Einen ganz besonderen Trick spart sich Johannes B. Kerner übrigens noch auf: Zum 1. Oktober lässt er sich selber verschwinden - aus dem ZDF-Programm.

post Herbstrock im Mai


Es ist zwar schon ein paar Tage her, dennoch soll es nicht in Vergessenheit geraten: Die österreichische Band Herbstrock spielt momentan als Support-Act bei der Tour von Christina Stürmer - so auch am vergangenen Mittwoch beim Konzert in München. Der Bandname ist ein bisschen irreführend, weil die Musik eigentlich kein Rock ist, sondern eher deutschsprachiger Synthi-Wohlfühl-Pop mit 80er-Jahre-Touch. Durchaus hörenswert, z.B. die aktuelle Single “Die bessere Hälfte”:



Besonders sympathisch kommt Sängerin Anna Müller rüber, die am Ende des Auftritts meinte “Ihr könnt nach dem Konzert mit uns sprechen. Wie es so ist, Österreicher zu sein. Ob man wirklich den ganzen Tage Schnitzel isst und jeden Tag wandern geht.” Ein paar Impression gibt’s im Video-Tour-Tagebuch.

post Straßenkobra für Europa.


In zwei Wochen ist Europawahl. Und obwohl in Brüssel und Straßburg immer mehr entschieden wird, was das tägliche Leben betrifft, ist die Europawahl für viele Wahlberechtigten ein Buch mit sieben Siegeln und eine Abstimmung, bei der viele nicht wissen, was, wen und warum sie überhaupt wählen sollen - es folglich also gleich lassen.


Um daran zumindest ein klein wenig was zu ändern und insbesondere die jungen Wähler zu erreichen, hat die bayerische Europaministerin Emilia Müller die Aktion “Europa - was geht?” ins Leben gerufen. Dabei setzen die Macher zum einen auf virales Marketing zum anderen auf Comedian Oliver Pocher, der in seiner Rolle als “Straßenkobra” München aufmischt und nach Europa-Kenntnissen fragt.



Die Strategie scheint aufzugehen: Nach 10 Tagen bei YouTube zählt das Video bereits über 100.000 Zuschauer. Die Kommentare reichen von “Absolut geil” bis “total daneben”. Oliver Pocher ist eben Geschmackssache. Fraglich ist aber, ob die jungen Wähler das Video nur anklicken und es als Funmail und in sozialen Netzwerken an Freunde weiterleiten oder ob sie tatsächlich auch zur Europawahl gehen und ihre Stimme abgeben, im Idealfall sogar wissen warum und für wen. Die Wahlbeteiligung am 07.06. wird zeigen, was (Eur)Oliver Pocher für Europa tun konnte.

post Silbermond tanzen auf dem Tresen


Ein kleiner Eindruck vom Silbermond-Konzert am Abend in München: Damit auch das Publikum im hinteren Bereich der Halle auch mal was sehen konnten, verließen Sängerin Stefanie Kloß und Gitarrist Thomas Stolle für zwei Songs die Bühne und spielten auf dem Tresen der Saal-Bar.



post Obama als Comedian


Einmal im Jahr darf der US-Präsident ganz offizielle lustig sein - beim “White House Correspondents’ Dinner” wird es sogar von ihm erwartet.


Am Samstag war es wieder so weit, diesmal mit einem neuen Protoganisten: Barack Obama feierte Premiere als Komiker und ließ sich die Gags und Pointen nicht nehmen. Gleich zu Beginn begrüßte er das Publikum zum “zehnten Jubiläumstag meiner ersten 100 Tage”. In den zweiten 100 Tage will er so erfolgreich sein, dass er sie bereits nach 72 Tagen hinter sich gebracht hat, um sich dann am 73. Tag zur Ruhe setzen.


Die 16-minütige Rede von Obama mit vielen weiteren kleinen Gemeinheiten und Anspielen gibt’s als YouTube-Video von C-Span.



Weitere Berichte u.a. bei ftd.de, sueddeutsche.de und bild.de.


Alte Beiträge

Klavierkabarett trifft antikes Drama: Interview mit Bodo Wartke

Liebling, ich habe die Zeitung geschrumpft!

Eisland mit heißen Quellen und Wasserfällen - Eindrücke aus Island

EUups: Kinder erklären Europa

Smalltalkwissen: Big Ben

Kerners Zauberkasten

Herbstrock im Mai

Straßenkobra für Europa.

Silbermond tanzen auf dem Tresen

Obama als Comedian