post Interaktive TippEx-Werbung bei YouTube


Via Twitter bin ich auf eine sehr genial gemachte, interaktive Anzeige von TippEx bei YouTube gestoßen.


Diese versteckt sich erst einmal hinter dem nichtsahnenden Namen “A Hunter shoots a Bear”. Beim hier eingebetteten Video hat man am Ende des kurzen Films die Wahl, ob der Jäger den Bären erschießen soll oder nicht. Egal wie man sich entscheidet, landet man auf der YouTube-Seite von Tipp Experience. Diese sieht zwar aus, wie ein gewöhnliches YouTube-Video, allerdings sind die Player-Funktionen deaktiviert, man kann das Video weder stoppen noch vor- oder zurückspulen.


Nun beginnt die Interaktion: Der Jäger will den Bären nicht erschießen und greift aus dem Bildschirmfenster heraus einen Tippex-Roller, der in einer Anzeige neben dem Video platziert ist. Damit löscht er im Titel “A Hunter shoots a Bear” das Wort “shoots”, das zu einem Eingabefeld wird, wo man ein anderes Wort eingeben kann. Je nachdem, was man eingibt, geht die Geschichte weiter.


Das funktioniert nicht mit allen Worten, aber wenn man z.B. “loves”, “eats”, “kills” oder “dance” eingibt, erscheinen zur Eingabe passende Videos. In den YouTube-Kommentaren finden sich etliche weitere Begriffe, mit denen es klappt. Hier nun aber das Video:



Weitere schöne Beispiele für innovative Video-Werbung, die den üblichen Rahmen sprengt, gibt es bereits von Honda, dem Salsa-Dip-Hersteller Tostitos oder Nintendo.

post Kalk-Cocktails und andere Übersetzungsunglücke


Mallorca gilt als das Lieblingsurlaubsziel der Deutschen und wird gemeinhin auch das “17. Bundesland” bezeichnet. Landessprache ist zwar (nein, nicht Spanisch), sondern Katalan, um genau zu sein Mallorquin, aber auch mit Deutsch kommt man vielerorts durch, vor allem in den Touristen-Hochburgen.


Dankenswerterweise sind auch viele Ausschilderungen und Hinweise auf Deutsch. Dankenswerterweise nicht nur deshalb, weil man dadurch versteht, was gemeint ist, sondern auch weil die Übersetzungen immer wieder für Erheiterung sorgen.


Zum Beispiel die Preise für den Cala D’Or Express, einen kleinen Touristenzug, der von Cala D’Or nach Cala Egos und zurück fährt.


Cala D'Or Express


Für “Runde Kinder” kostet die Fahrt 2,50 Euro, für “Runde Erwachsene” schon 3,50 Euro. Was ist dann wohl mit eckigen Erwachsenen? Und auch wer “nur gegangen” ist, zahlt 1,50 Euro.


Cala D'Or Express Preise


Aber auch, wer mit dem Mietwagen in ein Parkhaus fährt, ist vor überhöhten Gebühren nicht sicher. Reicht es hierzulande, vor der Abfahrt die Parkgebühren zu bezahlen, muss man in diesem Parkhaus in Palma auch gleich den Kassenautomaten bezahlen. Ist der etwa nur geleast?


Kassenautomat bezahlen.


Besonders kurios wurde es in einer Cocktail-Bar am Hafen von Cala D’Or. Dort standen auf der Karte tatsächlich Cocktails, die unter Beimischung von Kalk serviert werden sollten.


Miehana-Kalk-Cocktail
Piy Kalk-Cocktail
Tropicale Kalk-Cocktail

Was es mit dem Kalk im Cocktail auf sich hat, erfährt man, wenn man sich die spanische bzw. englische Beschreibung anschaut:


In der spanischen Beschreibung ist nämlich nicht von Kalk, sondern von “jugo de lima” die Rede, also Limettensaft. Auch in der englischen Beschreibung wird der Cocktail mit “lime juice” angerührt. Der Kalk kommt also aus der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Denn “lime” ist nur der englische Name für eine Zitrusfrucht, sondern heißt ebenso “Kalk”. Na dann: Prost!

post Beatlemania auf der Reeperbahn


Beatlemania LogoKleiner Ausflugstipp für alle, die mal nach Hamburg kommen: In St. Pauli, direkt an der S-Bahn-Station Reeperbahn, gibt es seit Frühjahr 2009 das Beatlemania-Museum. Nachdem ich am Hamburger Flughafen einen Flyer entdeckt hatte und sowieso in Hamburg war, habe ich dem Museum einen kleinen Besuch abgestattet.


Das Erlebnis-Museum erzählt auf vier Etagen die Geschichte der legendären Pilzköpfe und ist ein bisschen aufgebaut wie die Ausstellung The Beatles Story in Liverpool, die ich 2007 einmal besucht habe. In hamburg liegt der Schwerpunkt aber natürlich auf der Hamburger Geschichte der Beatles.


Pilzkopf BjörnAm Eingang bekommt man einen Pass, für den man am Anfang der Ausstellung ein Pilzkopf-Foto anfertigen kann. In einem Foto-Automaten wählt man seinen Lieblings-Pilzkopf, guckt in die Kamera und kann sich das Bild (s.r.) dann für nur 50 Cent ausdrucken lassen.


Danach folgt eine Nachbildung der Reeperbahn aus den 60er Jahren mit Top-Ten-Club, Kaiserkeller und Star-Club, also den Orten, an den die Beatles in Hamburg ihre Karriere begonnen haben und berühmt wurden. Weiter geht’s in den berühmten Abbey Road Studios in London, wo man in einer Studio-Kabine auch zu Beatles-Songs Karaoke singen und die Aufnahmen später auf einem USB-Stick kaufen kann.


Mit einer Chip-Karte, die man beim Einlas bekommt, kann man an Displays in der Ausstellung Video-Interviews mit Zeitzeugen aktivieren. Auf zahlreichen Infotafeln finden sich kurze Erläuterungen zu Personen oder Orten, die mit den Beatles zu tun haben. Wer alle Tafeln liest, stellt fest, dass sich manche Informationen wiederholen, was jedoch für die Besucher von Vorteil ist, die nicht alle Tafeln lesen und somit dennoch das Wichtigste mitbekommen.


Ein kleiner Raum mit Videoprojektionen an allen Wänden versucht die Stimmung und Hysterie beim letzten Beatles-Konzert nachzuempfinden. Eine Etage tiefer geht es um das legendäre “Sgt. Pepper”-Cover. An einem Computer-Terminal kann man herausfinden, wer wer ist; in einem Video erfährt man, dass sich auf Wunsch der Beatles auch Adolf Hitler und Jesus unter den Personen befinden, jedoch verdeckt sind. Und wer will, kann auch selber Teil des Covers werden.


Beatlemania Sgt. Pepper Cover


Ganz interessant ist auch noch die Einrichtung des Jugendzimmers eines wahren Beatles-Fans sowie eine Auswahl an Fan-Artikel. Da man mit Merchandising damals noch kaum Erfahrung hatte, wurden die Lizenzen für Beatles-Artikel recht leichtfertig vergeben, was teilweise zu recht kitschigen Produkten führte. Daneben zeigt die Ausstellung noch einen Nachbau des “Yellow Submarine” und widmet sich den Filmen und Solo-Projekten der Fab Four.


Alles in allem eine sehenswerte Ausstellung, auch wenn der Eintritt mit 12 Euro nicht gerade billig ist. Für den Besuch sollte man sich etwa anderthalb Stunden Zeit nehmen.

post Wundersame Erkenntnisse vom Besuch bei “Welt der Wunder”


Vor 14 Jahren, 1996, war das eine echte Revolution im deutschen Fernsehen: Mit “Welt der Wunder” (WdW) lief bei ProSieben erstmals eine Wissenschaftssendung bei einem Privatsender. Logo Welt der WunderBis dahin galten Wissenschaftsthemen als Hoheitsgebiet der Öffentlich-Rechtlichen, auch weil niemand geglaubt hatte, damit kommerziellen Erfolg haben zu können. Hendrik Hey und sein Team haben daran geglaubt, waren Türöffner für weitere Wissensformat wie “Galileo” & Co und haben - inzwischen bei RTL II - bis heute Erfolg mit der Sendung.


Am vergangenen Mittwochabend (21.07.2010) luden die Fachgruppen Junge Journalisten und Online-Journalisten des Bayerischen Journalistenverbandes zum Redaktionsbesuch bei “Welt der Wunder” samt Diskussion mit Produzent und Moderator Hendrik Hey, der einen spannenden Einblick in die Arbeit und Philosophie der Firma gab und manch nette Anekdote erzählte. Hier nun ein paar interessante Notizen, die ich im Nachhinein aus dem Gedächtnis aufgeschrieben habe:


- Als “Welt der Wunder” 1996 bei ProSieben auf Sendung ging und damit das Wissenschaftsmonopol der Öffentlich-Rechtlichen brach, war die Reaktion vom ZDF: “Das dürft ihr nicht”.


- Die Rechte an der Marke “Welt der Wunder” gehören der Welt der Wunder GmbH. Deshalb konnte die Sendung auch unter gleichem Namen von ProSieben zu RTL II umziehen. Auch alle Rechte am umfangreichen Archiv liegt bei der Produktionsfirma und nicht beim Sender. Durch den Besitz der Markenrechte, kann die Marke “Welt der Wunder” auch für Ableger genutzt werden, etwa die gleichnamige Zeitschrift, die der Bauer-Verlag herausgibt.


- Welt der Wunder hat laut Hendrik Hey das größte BBC-Archiv außerhalb der BBC. Anstatt benötigtes Filmmaterial immer erst anfordern zu müssen, bekommt WdW alles neue Material der BBC zugeschickt und genießt das Vertrauen, bei Verwendung alles korrekt abzurechnen.


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post Kommentar-Spam, den ich nicht verstehe


Die Kommentare in diesem Blog sind moderiert. Nicht nur wegen Longharry, über dessen Spam-Versuche ich bereits Ende 2009 schon einmal berichtet habe. Wären die Kommentare nicht erst nach der Freischaltung zu sehen sein, würden die wenigen echten Kommentare sonst in der Fülle der Spam-Kommentare untergehen. Allein sei Dienstag haben sich fast 90 Spam-Kommentare angestaut, die ich alle paar Tage mal gesammelt lösche.


Dabei ist mir eine Art von Spam-Kommentaren aufgefallen, deren Sinn ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Hier mal ein Blick in die Kommentar-Warteschlange von Wordpress:


Kommentar-Spam mit Link auf Youtbe bei Wikipedia


Würde ein Spammer auf Porno- oder Glücksspiel-Seiten verlinken, auf Online-Shops für Potenzmittel oder illegale Downloads wäre das zwar genauso unerfreulich, aber warum verlinkt ein Spammer auf die englische Wikipedia-Seite von YouTube? Die Kommentare stammen alle von der gleichen IP-Adresse, die Links gehen tatsächlich auf die die echte Wikipedia-Seite, nicht etwa auf eine Fake-Seite.


Aus der Historie des Wikipedia-Artikels geht hervor, dass das “Protection Level” der Seite am 8. Juli 2010 auf “semi-protected” geändert wurde, so dass nur noch ausgewählte, registrierte Nutzer den Inhalt ändern können. Als Grund wird “vandalism per RfPP” angegeben. Offenbar hat also jemand versucht, die Seite zu manipulieren.


Egal, für solche Kommentare gibt es ohnehin nur eine sinnvolle Lösung:


Blog-Kommentare gelöscht

post Das Sommerloch hat seinen Preis


Immer noch zu viele vermeintlich relevante Themen und Ideen, als bei diesem Wetter und zu dieser Jahreszeit zu verantworten sind?


Es gibt Abhilfe:


Sommerloch beim Bäcker für 2,75 Euro
Zur Aufklärung: Beim hier angepriesenen “Sommerloch” handelt es sich um ein Brot in Ringform, gebacken mit Speck und Zwiebeln und eben einem Loch in der Mitte.

post Pet Shop Boys live @ Tollwood


Gestern Abend haben die Pet Shop Boys beim Tollwood Sommerfestival in München ihr einziges Deutschland-Konzert in diesem Jahr gegeben. Da gleichzeitig das WM-Spiel um Platz 3 Deutschland gegen Uruguay lief, war das Musikzelt zwar nur halb voll, der Stimmung tat das keinen Abbruch - Pet Shop Boysauch wenn der Autor der “Süddeutschen Zeitung”, der sich womöglich geärgert hat, dass er zum Konzert gehen musste, anstatt Fußball schauen zu können, das Konzert “langweilig und berechenbar” fand.


Klar: Stimmungsbringer waren vor allem die alten Klassiker wie “Go West”, “Domino Dancing” oder “Always on my Mind”, “Suburbia”, “Can you forgive her” und “West End Girls”, bei denen kräftig mitgesungen wurde. Wie viel davon tatsächlich live war, lässt sich schwer sagen, geriet bei der Show aus Licht- und Videoeffekten, gepaart mit bunten, roboterähnlichen Figuren mit Kastenkopf, Aerobic-Tänzern und Silber-Konfettiregen am Ende aber eigentlich in den Hintergrund.


Etwas mehr als anderthalb Stunden haben die Pet Shop Boys Knall auf Fall, ohne größere Unterbrechung gespielt und wurden rechtzeitig zur heißen Endphase des WM-Spiels fertig. Als das Konzert zu Ende war, stand es da gerade 2:1 für Uruguay, was sich wie ein Lauffeuer herumsprach. Kurz darauf fiel das 2:2, wodurch der kleine DVB-T-Fernseher, den der Klomann bei sich aufgebaut hatte, zum Anziehungspunkt wurde. Und beim Public Viewing auf der großen Video-Leinwand bekamen dann alle Tollwood-Gäste und Konzertbesucher das entscheidende 3:2 der deutschen Nationalelf mit.


Neil Tennant verkleidet als Elton John
Neil Tennant “verkleidet” als Elton John.


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post Ent-oder-Weder - Neue Comedy-Debatte bei ZDFneo


Mit dem Zweiten lacht man besser: Das ZDF, das immer noch das Image eines verschnarchten Seniorensenders mit sich trägt, hat sich in letzter Zeit mehr und mehr zur Schmiede feinsinniger und intelligenter Unterhaltung gemausert. ZDF Logo mit SmileyDa wäre etwa die monatliche Kabarett-Sendung Neues aus der Anstalt mit Urban Priol und bislang Georg Schramm, dessen Nachfolger noch ungewiss ist. Inzwischen ist die Anstalt ein etabliertes Format, das nicht zuletzt von der Abstufung des ARD-Scheibenwischers zum Satiregipfel profitiert hat. Daneben beeindrucken Oliver Welke und sein Reporter-Team inzwischen wöchentlich mit der für ZDF-Verhältnisse überraschend frischen und frechen heute-show. Die Kritiker jubeln, auch wenn die Quoten bislang hinter den Erwartungen bleiben.


Im Digitalkanal ZDFneo verstecken sich noch das experimentelle Comedy-Lab, das zur Zeit offenbar pausiert, sowie die anarchische Kiez-Comedy Süper Tiger Show, momentan als Tigers Süper WM Stüdyo.


Demnächst kommt ein weiteres innovatives und experimentelles Comedy-Format dazu: “Ent-oder-Weder”, eine “Comedydebatte für Leute mit Spaß am intelligenten Disput”. Nach einer ungesendeten Pilotsendung im Mai wurden in dieser Woche sechs Folgen von “Ent-oder-Weder” im Münchner Arri-Studio aufgezeichnet, in dem auch “Neues aus der Anstalt” produziert wird. Bei der Aufzeichnung der ersten beiden Sendungen von “Ent-oder-Weder” war ich am Dienstagabend im Publikum dabei.


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post Meine Watchlist fürs Filmfest München 2010


Logo Filmfest München 2010
Vom 25. Juni bis zum 3. Juli 2010 fand das Filmfest München statt. Aus dem umfangreichen Programm hatte ich mir neun Filme rausgesucht, die ich mir anschauen wollte, für sieben hatte ich Karten, vier habe ich dann tatsächlich gesehen, weil ich kurzfristig an einem sehr spannenden BJV-Seminar zum Thema Live-Schaltgespräche auf Kloster Banz teilgenommen habe.



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post airberlin und die “Turniermannschaft” im “Hexenkessel”


Fußball-Kommentatoren sind auch nur Menschen. Vor allem jedoch sind sie oft Phrasen-Drescher.


Diese Eigenschaft nimmt sich airberlin vor und reagiert mit einem Fußball-Bingo: Darauf finden sich 28 oft genutzte Kommentatoren-Phrasen, die angekreuzt werden dürfen, wenn sie bei einem Spiel fallen. Wer als erster das komplette Feld voll hat, hat gewonnen.


airberlin verteilt dieses nette Spielchen zur Zeit anlässlich der Fußball-WM in Südafrika auf Werbepostkarten über den Anbieter citycards. Leider ist die Karte weder in dessen Galerie zu finden, noch unter der aufgedruckten Adresse bei airberlin. Daher hier ein Scan:


Airberlin Fussball-Bingo


Vile Spaß beim Ankreuzen!



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